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Weltbild

Seit meiner Jugend suche ich nach Antworten auf die Sinn- und Gottfrage. Als Jugendlicher hatte ich eine tiefgehende Einheitserfahrung die mich begleitet. Grundlage ist ein äusserst kritisches Denken, wobei ich auch mich selbst hinterfrage. Doch Shakespeare’s
«Es gibt mehr Ding‘ im Himmel und auf Erden, als Eure Schulweisheit sich träumt»

war und ist mir immer wegweisend.

Mit ein Grund, das Medizinstudium zu machen. Dort konnte ich mehr erfahren vom Wunder der Natur dank Biologie, Physiologie und Anatomie. Erstaunliches erlebte ich im Rahmen von Eigenerfahrungen (verbundenes und holotropes Atmen, Rückführungen, Meditationen etc.) die mich – den «ungläubigen Thomas» – tief getroffen haben. Dazu kamen dann die vielen Erfahrungen bei der Arbeit mit Aufstellungen – sei es als Stellvertreter oder als Begleiter.

Geprägt wurde ich zuerst durch die 68-er-Bewegung, dann durch Schriften von Russell, Marx, Steiner, Fromm, Freud, Jung und vielen anderen mehr – seit wenigen Jahren auch von Osho.

Aktuell finde ich mein Denken und Fühlen ausgedrückt in den Werken von Varda Hasselmann/Frank Schmolke, die auf Übertragungen einer Energie – «der Quelle» – beruhen. Dadurch wird die Frage nach Gott jedoch meiner Meinung nach nicht berührt.

Selbst stelle ich mir die Frage «Gibt es Gott?» nicht mehr – ich weiss es nicht.
Man könnte mich – in Abwesenheit einer einheitlichen Definition von Gott – als «Ignostiker» bezeichnen. Jedoch beeindruckt und überwältigt mich das «All-Eins» und das «Un-Endliche» – das ist für mich göttlich.

Doch wer weiss – vielleicht steht mir der «Faust» von Goethe noch bevor:
«Habe nun ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie! durchaus studiert mit heissem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor; heisse Magister, heisse Doktor gar, und ziehe schon an die zehen Jahr herauf, herab und quer und krumm meine Schüler an der Nase herum – und sehe, dass wir nichts wissen können! Das will mir schier das Herz verbrennen!»

Sollte dem so sein – ich nähme es auf mich.

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